Richtige Dosierung von Mineralfutter

 

Viele Pferdebesitzer möchten ihr Pferd bestmöglich versorgen. Deshalb landen oft Mineralfutter, Kräuter, Müslis und verschiedene Ergänzungsfuttermittel gleichzeitig im Futtertrog. Was gut gemeint ist, kann jedoch schnell zu einer Überversorgung führen.

 

Doch wie viel Mineralfutter braucht ein Pferd wirklich? Und warum ist die richtige Dosierung so wichtig?

 

Warum Pferde überhaupt Mineralfutter benötigen

 

Heu bildet die Grundlage jeder Pferdefütterung. Allerdings enthält Heu nicht immer alle Mineralstoffe und Spurenelemente in ausreichender Menge. Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Witterung, Schnittzeitpunkt oder Lagerung beeinflussen den Nährstoffgehalt erheblich.

 

Ein hochwertiges Mineralfutter hilft dabei, mögliche Versorgungslücken gezielt zu schließen und das Pferd mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Zink
  • Kupfer
  • Mangan
  • Selen
  • Magnesium
  • Vitamine
  • Essenzielle Aminosäuren

Diese Nährstoffe unterstützen zahlreiche Stoffwechselvorgänge und tragen zur Gesundheit von Haut, Fell, Hufen, Muskeln und Immunsystem bei.

 

Wie viel Mineralfutter braucht ein Pferd?

 

Die benötigte Menge hängt vom jeweiligen Produkt und vom Körpergewicht des Pferdes ab.

Bei Rossnatur gelten für ein Pferd mit etwa 500 kg Körpergewicht folgende Empfehlungen:

 

Rossnatur Mineralfutter

130 g täglich

 

Rossnatur Hautwohl

285 g täglich

 

Diese Mengen sind so berechnet, dass der tägliche Bedarf an wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen optimal ergänzt wird.

 

Vorsicht bei mehreren mineralisierten Futtermitteln

 

Ein häufiger Fehler in der Pferdefütterung ist die Kombination verschiedener mineralisierter Produkte.

 

Viele Müslis, Mash-Produkte oder Kraftfutter enthalten bereits zugesetzte Vitamine und Spurenelemente. Wird zusätzlich ein hochdosiertes Mineralfutter gefüttert, kann die Versorgung einzelner Nährstoffe deutlich über dem tatsächlichen Bedarf liegen.

Besonders kritisch kann dies bei folgenden Stoffen werden:

  • Selen
  • Zink
  • Kupfer
  • Mangan
  • Vitamin A
  • Vitamin D
  • Vitamin E

Deshalb lohnt sich immer ein Blick auf die Deklaration aller eingesetzten Futtermittel.

 

Selen – Ein Spurenelement mit schmalem Grat

 

Selen gehört zu den wichtigsten Spurenelementen in der Pferdefütterung. Es unterstützt unter anderem den Zellschutz, die Muskulatur und das Immunsystem.

Gleichzeitig besitzt Selen jedoch einen vergleichsweise kleinen Sicherheitsbereich. Während ein Mangel problematisch sein kann, kann eine langfristige Überversorgung ebenfalls gesundheitliche Schäden verursachen.

Deshalb sollte Selen niemals unkontrolliert über mehrere Produkte gleichzeitig ergänzt werden.

 

Viel hilft nicht immer viel

 

In der Pferdefütterung gilt nicht das Motto „mehr ist besser“, sondern „bedarfsgerecht ist besser“.

Ein Pferd profitiert nicht automatisch von höheren Mengen an Mineralstoffen oder Vitaminen. Im Gegenteil: Überversorgungen können langfristig Stoffwechsel und Organismus belasten.

Deshalb ist es wichtig, die gesamte Ration zu betrachten:

  • Heu
  • Weidegras
  • Kraftfutter
  • Müsli
  • Mineralfutter
  • Ergänzungsfuttermittel

Nur wenn alle Komponenten berücksichtigt werden, lässt sich die Versorgung sinnvoll beurteilen.

 

Mein Tipp für Pferdebesitzer

 

Wer unsicher ist, ob die aktuelle Fütterung zum Bedarf seines Pferdes passt, sollte die gesamte Ration überprüfen lassen.

 

Eine ausgewogene Versorgung ist die Grundlage für:

✔ gesunde Hufe
✔ glänzendes Fell
✔ einen erfolgreichen Fellwechsel
✔ eine stabile Muskulatur
✔ ein leistungsfähiges Immunsystem
✔ langfristige Gesundheit

 

Denn die beste Fütterung ist nicht die mit den meisten Zusätzen – sondern die, die genau zum Pferd passt.

 

Rossnatur steht für eine bedarfsgerechte und natürliche Pferdefütterung – ohne unnötige Überversorgung, aber mit allem, was dein Pferd wirklich braucht.

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