Schreckdiagnose - Hufrehe

Hufrehe

 

Hufrehe ist für viele Pferdebesitzer ein echter Angstgegner – und das völlig zu Recht. Hufrehe verursacht unsagbare Schmerzen.


Um es bildlich zu machen: Stell dir vor, du hast eine Nagelbetteiterung und müsstest trotzdem den ganzen Tag auf deinen Fingernägeln stehen. Das kann man sich kaum ausmalen – und genau so fühlt es sich für ein Pferd an.

 


Warum kommt es zu einem Hufreheschub?

 

Der häufigste Auslöser ist eine Überfütterung mit Zucker – egal ob aus


• zu energiereichem Heu,
• einer sehr zuckerhaltigen Wiese
• oder Kraftfutter, das nicht für dein Pferd passt.

 

Besonders gefährdet sind Pferde mit EMS oder PPID, also Pferde, die Probleme mit dem Insulinstoffwechsel haben. Aber auch Pferde, die sich zu wenig bewegen und dadurch zu viel Gewicht mit sich tragen, können sehr schnell in eine Situation kommen, wo „ein Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt“.

 


Woran erkennt man Hufrehe?

 

Typische Anzeichen sind z. B.:

 

• steifer, klammer Gang
• das Entlasten der Vorderbeine („Sägebockhaltung“)
• stark verspannte Muskulatur
• fühlbare Pulsation
• warme Hufe
• Unwilligkeit, sich zu bewegen
• Stress, Unruhe oder Mattigkeit

 

In diesen Momenten ist der Schreck groß – und schnelle Hilfe ist wichtig.

 


Die „Radikaldiät“ – die ersten 10 Tage

 

Nach der tierärztlichen Untersuchung und eventuellen Schmerzmitteln ist es ratsam, für etwa 10 Tage eine strenge Diät einzuhalten.

 

Das bedeutet:

 

Heu zuckerarm füttern – idealerweise einweichen, um den Zucker auszuschwemmen oder
• möglichst zuckerarmes Heu auswählen
kein Kraftfutter, keine Zusätze
• die Heuration prüfen und ggf. mit Stroh strecken
Weidenäste anbieten – toller Zeitvertreib und gleichzeitig ein natürliches Schmerzmittel

 

In dieser Phase gilt: so wenig Zucker wie möglich, so viel Ruhe wie nötig.

 


Nach 10 Tagen: Nährstoffversorgung ist unverzichtbar

 

Sobald die akute Phase stabil ist, braucht dein Pferd eine ausgewogene Mineralstoff- und Proteinversorgung. Ohne die passenden Nährstoffe kann kein gesundes Hufwachstum stattfinden.

 

Wichtig sind jetzt:

 

Zink, Mangan, Kupfer und Selen in der passenden Dosierung
• hochdosierte B-Vitamine für Darm, Stoffwechsel und damit auch die Hufe
Vitamin E als Antioxidans und für die Muskulatur
• und ganz wichtig: ausreichend Eiweiß

Ja – tatsächlich Protein!
Eiweiß sind die Bausteine jeder Zelle und damit enorm wichtig für stabile, gesunde Hufe.

Aber wie immer: mit Maß und Ziel. Die Eiweißquellen sollten hochwertig und gut verfügbar sein – wie z. B. die Basissamen oder die ProteinQuelle von Rossnatur.

 


Mein Empfehlung: RossnaturMineral – Hufwohl

 

Als erste Maßnahme empfehle ich das Komplettmineralfutter Hufwohl.


Alle oben genannten Nährstoffe sind darin sehr gut abgestimmt enthalten – passend zu Heuanalysen aus ganz Österreich und für stoffwechselempfindliche Pferde optimiert.

 


Natürliche Unterstützung nach der Schmerzphase

 

Sobald die Medikamente ausgeschlichen sind, können bestimmte Kräuter sanft unterstützen:

Weidenrinde
Mädesüß

 

Beide haben natürliche Eigenschaften, die leichte Schmerzen lindern können und dabei helfen, Belastungsstoffe schneller aus dem Körper aus zu leiten.

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